Athletenportrait Richard Murray
“Wo er denn wieder diesen Athleten her habe”, wurde Teamchef Elmer Gneiting vom Moderator des Schömberger Triathlons gefragt, als Richard Murray mit großem Vorsprung nach der ersten Hälfte des 10km- Laufes am Zielturm vorbeilief. Der junge Südafrikaner ist in Europa noch ein unbeschriebenes Blatt. Nur Insider wissen, dass der Ausnahmeläufer aus der Kapregion im Jahre 2008 seinen Titel als Duathlon Weltmeister der Junioren in Rimini verteidigte und dabei u.a. Weltklasseathleten wie Jonathan Brownlee oder Franz Löschke schlug. Schon vor zwei Jahren bereitete sich Murray am ALZ auf dieses Rennen vor. Der Kontakt mit Murray und Gneiting entstand schon 2006, als Richards Vater bat, den Filius etwas unter die Fittiche zu nehmen. In Südafrika ist der inzwischen Einundzwanzigjährige schon lange bekannt und gerade dabei, den Nimbus als “Nichtschwimmer” abzulegen. Seine Leidenschaft für den Duathlon mußte ihm regelrecht ausgeredet werden. Richard vernachlässigte jahrelang das Schwimmen und versucht nun, im Förderkader der Triathlon Assotiation Südafrika (TSA), die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London 2012 zu schaffen. Dabei kommt ihm der Aufenthalt am Ausdauer- Leistungszentrum Sigmaringen gerade recht, denn während der Wettkampfsaison trainieren dort einige Eliteathleten des Bundesligateams des ALZ und sind ideale Trainingspartner. Als Triathlet hat sich Murray inzwischen stark verbessert. Seine Schwimmleistungen reichen für die LBS- Liga gut aus, um vorne mit zu schwimmen. Der Einsatz Richards im Bundesligateam des ALZ wurde zum Leid der Teamleitung des ALZ von den Verantwortlichen in Pretoria zunichte gemacht. Er mußte die schwach besetzten Afrikameisterschaften mitmachen und einige Tests im “High Performance Center” absolvieren anstatt sich in der Bundesliga mit Weltklasseathleten zu messen, obwohl die Flüge schon im Mai gebucht waren. Gneiting äußerte Verständnis für die Situation des Athleten, der Pflichten im neu entstandenen Gefüge der TSA hat. Sportlich sei es aber der schlechtere Weg gewesen. Ende Juni reist Murray zu einem ITU- Rennen nach Belgien, kehrt zum Training an das ALZ zurück und trainiert dann einige Wochen in England mit den Brüdern Brownlee und weiteren Mitgliedern der südafrikanischen Mannschaft. Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften im September in Budapest. Unter Umständen wird er noch einmal im ALZ- Dress starten. Dann aber in der Bundesliga. Offenburg und Schliersee sind mögliche Termine, die mit den Verantwortlichen der TSA abgesprochen werden müssen. Weitere Infos zu Richard Murray unter www.richardmurray.wordpress.com
www.richardmurray.co.za
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