2010_09_22-Der kalte Schliersee
Trotz 14,8 Grad Wassertemperatur ließen sich die Triathleten des ALZ Sigmaringen beim Garmin Alpentriathlon nicht beirren und es gelang beiden Teams, die Saison erfolgreich abzuschließen. Neben dem Bundesligafinale der Teams wurden in Schlierse auch wieder die Deutschen Meister in der Elite und in der U- 23 ermittelt. Der ALZ- Damenmannschaft gelang endlich wieder ein Podiumsplatz. Mit dem 3. Rang in der Tageswertung behaupteten sich die Sigmaringerinnen auch in der Gesamtwertung auf Rang Drei. Auch das Herrenteam beendete die Saison sehr gut, wurde am Schliersee Fünfter und erreichte den sechsten Platz in der Tabelle.
Gezittert wurde auf Sigmaringer Seite trotzdem bis zum Schluss, denn die Damen konnten nur mit drei Athletinnen an den Start gehen, da Jennifer Zenker beruflich verhindert war und die Ausländerinnen nicht verfügbar waren. So hatten Mignon und Scarlet Vatlach und die junge Hana Kolarova doch erheblichen Druck, unbedingt finishen zu müssen, um das Teamresultat zu sichern. Besonders den Geschwistern Vatlach gelang zum Abschluss noch einmal ein gelungener Wettkampf, bei dem die ältere Mignon mit dem 7. Platz noch einmal sehr gute Form bewies. Als Dritte aus dem Wasser, mit der 6. Radzeit und solider Laufleistung auf der schwierigsten Triathlonstrecke Deutschlands über die Olympische Distanz, wurde sie Siebte des Damenfeldes. Scarlet war nur wenig langsamer und belegte Rang 14; Hana Kolarova wurde 21. Dies reichte zu Rang drei, vor Riederau und Griesheim. Tagessieger wurde Erlangen (Gesamtrang Zwei) vor dem alten und neuen Meister Asics Team Witten. In der Einzelwertung wurde Ricarda Lisk Deutsche Meisterin vor Svenja Bazlen und Rebecca Robisch.
In der Herrenkonkurrenz waren bis auf Olympiasieger Jan Frodeno alle deutschen Stars am Start und bewiesen hochmotiviert ihre Spitzenstellung im deutschen Triathlonsport. Erfreulich aus oberschwäbischer Sicht sicherlich das Comeback von Daniel Unger, der nur von Vizeweltmeister Steffen Justus geschlagen wurde und nach langer Verletzungspause wieder in Form gekommen war. Dritter wurde Maik Petzold. Unger und Justus waren auch maßgeblich daran beteiligt, dass das Hansgrohe Team Schwarzwald noch einmal seine Stärke beweisen konnte. Das Team, das es im kommenden Jahr leider nicht mehr geben wird, siegte knapp vor Buschhütten und Witten. Vierter wurde in Schliersee und in der Gesamtwertung das starke Team aus Potsdam. Dahinter aber schon das ALZ, das mit Tom Davison, Per Bittner, Alexander Trappiel, Rene Göhler und Dominik Kugler auf dem erfreulichen 5. Platz landete. Der jüngste ALZ- Starter Tom Davison war gleichzeitig der schnellste an diesem Tag. Ständig in der Spitzengruppe zu finden fiel er erst auf der Laufstrecke etwas ab und wurde 15. Knapp dahinter der Vielstarter des ALZ, Per Bittner auf Rang 22 vor Alexander Trappiel , der zehn Sekunden später 25. wurde. Nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung war Rene Göhler auf Rang 35. Angesichts seiner monatelangen Verletzungspause war dies aber verständlich. Auch Dominik Kugler beendete seine erste Bundesligasaison sehr ordentlich und ist nach einer langen Saison wie alle anderen Athleten froh, endlich Pause machen zu können. Teamchef Elmer Gneiting war mit den gezeigten Leistungen seiner Teams hochzufrieden. “Der Ausrutscher bei den Herren in Witten hätte nicht sein müssen. Dort hatten wir großes Pech und verspielten den verdienten 5. Gesamtplatz in der diesjährigen Bundesliga”.


