2010_08_01-Offenburg
Die “Phantastischen Vier” kommen vom ALZ
Das Bild zeigt einen stolzen Vorsitzenden Felix Gerber (re), der sich mit dem Bundesligateam des ALZ über den Sieg freut. V. l. Scarlet Vatlach, Kate Mc Ilroy, Jennifer Zenker, Jitka Simakova
Zum ersten Mal gelang es einer Mannschaft des ALZ Sigmaringen, in der Triathlon Bundesliga einen Wettkampf ganz oben auf dem Podium feiern zu können.
Beim Sprinttriathlon in Offenburg gewannen Kate Mc Ilroy, Jitka Simakova, Scarlet Vatlach und Jennifer Zenker knapp vor den favorisierten Damen aus Erlangen. Dritte wurde das Team aus Griesheim vor Krefeld, das sich noch vor Tabellenführer Witten schieben konnte.
Die erstmals eingesetzte Kate Mc Ilroy war erwartungsgemäß die stärkste Athletin des ALZ. Sie glänzte schon mit der schnellsten Schwimmzeit. Dicht gefolgt von der jungen Jitka Simakova fuhren die beiden Sigmaringer Starterinnen auch als Erste aus der Wechselzone, dahinter eine große Gruppe mit etwa 20 Starterinnen. Mc Ilroy gelang es, sich vom Feld abzusetzen und zwei Runden allein vorne zu fahren, bevor sie sich dann aber zurückfallen ließ, um nicht unnötig Kraft zu verschwenden. Bis zur letzten Runde schlossen weitere Fahrerinnen zur großen Spitzengruppe auf, darunter auch Scarlet Vatlach, die dann beherzt als Erste in die Wechselzone. Jennifer Zenker war diesmal bedingt durch neuerlichen Trainingsaufbau wegen eines Radunfalls im Training noch nicht wie gewohnt unterwegs. Aber sie hielt den Belastungen Stand und kann sich jetzt freuen, am kommenden Sonntag erstmals bei einem Weltcup starten zu dürfen.
Auf der Laufstrecke kam es dann sehr bald zu einem Zweikampf zwischen der Erlangerin Anne Haug und Kate Mc Ilroy. Am Ende hatte die Deutsche Duathlonmeisterin von 2009 etwas mehr Kraft und siegte vor der Sigmaringer Athletin. Ausgezeichnete Fünfte wurde Simakova, und auch Scarlet Vatlach kam als Zehnte mit ihrem besten Saisonergebnis ins Ziel. Dritte wurde Lena Brunkhorst vom asics Team Witten. Mit Rang 14 war auch Jennifer Zenker im Soll und Teamleiter Elmer Gneiting freute sich mit seinen Athletinnen, dass nach 9 Jahren Zugehörigkeit der ALZ- Teams endlich einmal der Sieg heraussprang. Die “phantasischen vier” Damen ließen das ALZ in der Tabelle nun zu den Führenden aufschließen. Mit Rang vier ist man jetzt dicht am Saisonziel. Noch zwei Wettkämpfe sind im September zu absolvieren. Die Chancen sind somit vorhanden. Alles hängt nun davon ab, dass die Mannschaft gesund bleibt und in der Wunschformation antreten kann.
Richard Murray kann es auch in der Bundesliga
Bei seinem Debut in der Triathlon Bundesliga war der Südafrikaner Richard Murray auf Anhieb bester ALZ Starter. Er belegte einen herausragenden 6. Platz, den er sich vor allem durch seine enorme Laufstärke sicherte.
Auf den abschließenden 5 km war niemand schneller als er. Mit 15:01 min ärgerte er sich sogar ein bißchen, weil er die 15 min- Marke nicht unterboten hatte. Angesichts der starken Athleten, die er hinter sich lassen konnte, überwog aber die Freude über die Platzierung und die Leistung.
Richard hatte viel Spaß bei dem Wettkampf und lieferte sich ein packendes Duell mit seinem Teamkollegen James Elvery, der am Ende 16. wurde. Auch er war zufrieden und sicherte sich zusammen mit Per Bittner, Alexander Trappiel und Dominik Kugler den 6. Tagesrang.
Sigmaringen verbesserte sich dadurch um einen Rang und belegt jetzt Platz Sechs in der Tabelle.
Tagessieger einmal mehr der amtierende Meister Buschhütten, das sich vor Hansgrohe Schwarzwald mit Daniel Unger und dem Asicsteam Witten behauptete. Vor dem ALZ rangieren noch Potsdam und Griesheim.
In der Einzelwertung siegte in einem dramatischen Endspurt der Neuseeländer Tony Dodds (Darmstadt) vor dem Franzosen Frederic Belaubre (Buschhütten). Dritter wurde Nils Frommhold (Witten). Daniel Unger hatte Pech beim Rad fahren, wo er kurz vor dem Ende einen Platten hatte und etwa 15 Sekunden auf die Spitzengruppe verlor. Am Ende wurde er 12.
Die zweite Auflage des Hansgrohe- Triathlons in Offenburg verlief wieder ohne große Probleme. Vor allem paßte das Wetter. Aber auch der Wettkampf war wieder stark besetzt und war eine gute Werbung für den Triathlonsport.
Um die beiden letzten Wettkämpfe in Hannover und Schliersee herum sind die wichtigen letzten Wettkämpfe der Weltserie und bedeutende Weltcups, sodass am Ende der Bundesligasaison die letzten Kräfte mobilisiert werden müssen. Wie schon 2006 und 2009 finden beim Finale der Bundesliga auch die Deutschen Meisterschaften statt. Brisant in diesem Jahr, weil dies Mitte September sein wird. Das Streusalz sollte am Zielort Spitzingsee nicht eingesetzt werden müssen.


